Lebensmittelauswahl Mittagessen

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Das Mittagessen in der Kita ist ein Tages-Highlight, wenn es lecker schmeckt und alle gerne gemeinsam essen. Damit das klappt, braucht es eine gute Küche oder einen professionellen Caterer. Diese sollten gemeinsam mit Ihnen auch Gesundheitsförderung und Ernährungsbildung im Blick haben. Die Grundsätze dafür formulieren Sie in Ihrem Verpflegungskonzept.  

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Formulierungshilfen für Ihr Verpflegungskonzept

Qualitätsstandards für die Lebensmittelauswahl

Formulierungsbeispiel:
„Bei unserem Mittagsangebot orientieren wir uns an den Empfehlungen des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas.“

Für die Kita-Mahlzeiten hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Qualitätsstandard entwickelt. Damit können Sie Ihr Verpflegungsangebot gesundheitsförderlich gestalten. Neben dem DGE-Qualitätsstandard gibt es andere Modelle, an denen Sie sich stattdessen orientieren können. In Ihrem Verpflegungskonzept beschreiben Sie, ob und an welchem Standard Sie Ihr Mahlzeitenangebot ausrichten möchten und wie Sie das in der Speiseplanung umsetzen. 

  • DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas
  • Empfehlungen der optimierten Mischkost des Forschungsdepartments Kinderernährung (FKE) der Universitäts-Kinderklinik Bochum optiMIX®
  • Empfehlungen der Bremer Checkliste des Leipniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS GmbH)
  • Bei Fragen dazu können Sie unser Beratungsangebot kostenlos nutzen. 
Speiseplanung

Formulierungsbeispiel:
„Wir achten darauf, dass das Mittagessen täglich Gemüse enthält. Dabei gibt es in fünf Verpflegungstagen 2 x Rohkost und 3 x gegartes Gemüse. Die Speiseplanung erfolgt jeweils für vier Wochen.“

Bei der Speiseplanung geht es darum, die empfohlenen Lebensmittel über einen bestimmten Zeitraum so zu verteilen, dass alle Qualitätskriterien berücksichtigt sind. Das ist aber nicht alles: Stellen Sie sich vor, Sie essen über mehrere Jahre fast täglich in einer Einrichtung zu Mittag. Würden Sie sich nicht auch viel Abwechslung auf dem Speiseplan wünschen?  Im Speiseplan sollten Sie daher unterschiedliche Rezepturen einsetzen (oder Menüs beim Caterer auswählen), so dass es nicht langweilig wird und die Kinder möglichst viele unterschiedliche Lebensmittel kennenlernen. 

  • Rezept-Anregungen zur Speiseplanung finden Sie in der Rezeptdatenbank der DGE
  • Nach dem DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas optimierte Vier-Wochen-Speisenpläne für verschiedene Altersgruppen finden Sie hier
Kulturelle, religiöse und ethische Aspekte

Formulierungsbeispiel:
„Wir respektieren religiös und ethisch begründete Ernährungsweisen und berücksichtigen diese im Rahmen unserer Möglichkeiten.“

In Ihrer Kita haben Sie wahrscheinlich schon eine Verpflegung umgesetzt, die verschiedene Kulturen, Religionen oder Ernährungseinstellungen berücksichtigt. In der Diskussion darum geht es oft um den Fleischverzehr, so z. B. den Verzicht auf bestimmte Fleischsorten. Manchmal greifen religiöse oder kulturelle Vorschriften weiter oder Eltern haben besondere Wünsche, wenn sie sich z. B. eine vegane Verpflegung für ihr Kind wünschen. Was sich davon umsetzen lässt, ist abhängig von den Möglichkeiten Ihrer Küche und von Ihrem Qualitätsverständnis. 

Betrachten Sie verschiedene Esskulturen als eine Chance für mehr Vielfalt in Ihrer Einrichtung. Wie Sie damit gut umgehen können, lesen Sie hier

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