Partizipation der Kinder

Stand:

Wer mitmachen kann, lässt sich eher für Neues begeistern. Kinder akzeptieren manchmal nur langsam neue Lebensmittel und Geschmackseindrücke. Dieses Unbehagen können Sie abbauen, indem sie die Kinder an möglichst vielen Arbeiten beteiligen, die rund um das Essen und Trinken entstehen. Auch kleine Kinder können mithelfen, den Tisch zu decken oder gemeinsame Regeln am Tisch zu finden. Dieses Mitmachen schafft einen engen Bezug zum Essen. Hier haben wir Vorschläge für Sie zusammengefasst, wie sich Kinder beteiligen lassen.

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Formulierungshilfen für Ihr Verpflegungskonzept

Mitwirkung der Kinder beim Essen

Formulierungsbeispiel:
„Eine Beteiligung der Kinder in Form eines Kinderparlaments ist uns ein großes Anliegen. Hier lernen die Kinder demokratische Prozesse kennen, die ein wichtiger Grundstein in unserer Gesellschaft sind. Im Kinderparlament können die Kinder ihre Ideen und Wünsche zur Kitaverpflegung und zu Aktionen zur Ernährungsbildung einbringen, z. B. zusammen einzukaufen oder zu backen.“

Beteiligung bei der Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten

Formulierungsbeispiel:
„Die Kinder werden regelmäßig eingeladen und ermutigt, bei der Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten mitzumachen und dabei auch mitzuentscheiden, was angeboten wird. Beispielsweise schneiden sie Obst und Gemüse für den Nachmittagssnack oder bereiten eine Quarkspeise als Nachtisch zu. Sie werden dabei ermuntert, viel Gemüse, Obst oder Vollkornprodukte zu verwenden, damit die Verpflegung insgesamt ausgewogen bleibt.“

Wunschessen

Formulierungsbeispiel:
„Um die Kinder bei der Wahl des Mittagessens zu beteiligen, entscheidet einmal im Monat eine Gruppe im Wechsel über ein Wunschessen für die Kita.“

Förderung der Selbstständigkeit beim Essen und Trinken

Formulierungsbeispiel:
„Jedes Kind kann bei den Mahlzeiten selbst entscheiden, was und wie viel es vom Speiseangebot isst. Es kann entsprechend seinem Entwicklungsstand sein Essen selbst auffüllen und sein Getränk eingießen.“

Beteiligung bei der Gestaltung von Tischkultur und Tischregeln

Formulierungsbeispiel:
„Die Tischregeln erarbeiten wir gemeinsam mit den Kindern in den Gruppen. Dazu sammeln wir mit den Kindern zunächst, welche Regeln sie in diesem Zusammenhang schon kennen und welche sie gut oder nicht so gut finden. Als nächstes denken wir darüber nach, warum es eigentlich solche Regeln gibt und spielen ggf. an Beispielen durch, was passiert, wenn es keine Regeln gäbe oder sich jemand nicht daran hält. Abschließend stellen wir in der Gruppe verbindliche Regeln für die Mahlzeit auf.“