Mit Eltern zusammenarbeiten

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Finden Sie Kommunikationswege und Partizipationsmöglichkeiten, die zu Ihrer Kita, zu den Eltern und der jeweiligen Fragestellung passen. Wichtig ist, dass Sie die Eltern gut kennen, dann können Sie die Angebote maßgeschneidert zusammenstellen.
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Finden Sie Kommunikationswege und Partizipationsmöglichkeiten, die zu Ihrer Kita, zu den Eltern und der jeweiligen Fragestellung passen. Wichtig ist, dass Sie die Eltern gut kennen, dann können Sie die Angebote maßgeschneidert zusammenstellen.

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Aufnahmegespräch

Stellen Sie den Eltern beim Anmelde- oder Aufnahmegespräch Ihr Verpflegungskonzept vor. Gehen Sie dabei auf Regeln und Rituale ein, die Sie sich in der Zusammenarbeit mit den Eltern wünschen. Erklären Sie, welche Verpflegung dem Kind zur Verfügung gestellt wird und welche Art der Betreuung die Kita beim Essen leistet. Ergänzen Sie dies bei Bedarf mit Lebensmittellisten, Muster-Speisenplänen oder Informationen zur Ihrem Verpflegungsanbieter. Hilfreich ist ebenfalls eine Checkliste, mit der Sie die aktuelle Ernährungssituation des Kindes erfassen:

  • Bestehen z. B. lebensmittelbedingte Allergien?
  • Was mag das Kind besonders gern, was isst es gar nicht?
  • Müssen Sonderkostformen berücksichtigt werden?
  • Fragen Sie konkret nach den Ess-Gewohnheiten in der Familie des Kindes. Was isst das Kind morgens, mittags, abends? Gibt es Zwischenmahlzeiten und was wird dann gegessen? Was trinkt das Kind und wie viel trinkt es?

Angebote für und mit Eltern 

Thematisch ausgerichtete Elternabende, z. B. zum gesunden Frühstück, sind ebenfalls eine Möglichkeit, Ihre ernährungspädagogischen Ziele vorzustellen. Finden Sie im Vorfeld Eltern als Multiplikatoren, die Informationen vermitteln. Möglich ist auch, externe Referenten einzuladen. Manchmal kann es hilfreich sein, jemanden von außen einzuladen, wenn sich Fragestellungen zum Essensangebot trotz aller Bemühungen festfahren. Eine neutrale Vermittlung kann dann helfen, wieder ins Gespräch zu kommen. Lassen Sie deshalb ausreichend Zeit für eine Diskussion! An Elternabenden zum Thema Ernährung sollten auch die pädagogischen Fachkräfte und ggf. die Hauswirtschaftskräfte teilnehmen. 

Sprechen Sie uns bei Problemen und besonderen Fragestellungen an. Wir können Ihnen zur Gestaltung Ihres Elternabends viele Tipps geben!

Speziell für Eltern ausgerichtete Angebote eröffenen die Möglichkeit, in vertrauter Runde offene Fragen anzusprechen oder sich für neue Einstellungen zu öffnen. Kochaktionen mit Eltern für und mit Kindern, Feste oder Projektwochen zur gesunden Ernährung den Eltern das Kita-Geschehen transparent. Eltern bekommen vielleicht einen ganz neuen Blick auf das Ernährungsverhalten ihres Kindes, das möglicherweise vom bekannten Verhalten zuhause abweicht. 

Aktive Mitarbeit 

Nutzen Sie die wertvollen Ressourcen der Eltern für Ihre Kita-Arbeit. Motivieren Sie Eltern zum Beispiel, eine Kräuter- oder Gemüseecke im Garten mitzugestalten und zu betreuen. Auch können Sie Eltern für die Betreuung und Mithilfe bei der Weihnachtsbäckerei oder bei sonstigen Kochaktionen gewinnen. Laden Sie Eltern ein, ab und zu das Frühstück oder das Mittagessen zu begleiten. Gerade in Elterninitiativen übernehmen Eltern auch typische Arbeiten bei der Speisenzubereitung oder beim Einkauf von Lebensmitteln. Wenn Hygieneregeln und Qualitätskriterien beachtet werden, ist dies eine gute Möglichkeit, Eltern in das professionell organisierte Versorgungsgeschehen einzubinden. 

Die Kita-Ideen-Box „Krümel & Klecksi“ gibt Ihnen viele Ideen für Ernährungsbildungsaktionen mit Kita-Kindern, in die Sie auch die Eltern einbinden können.

Einzelkontakte

Für die meisten Eltern ist es sehr wichtig, täglich Informationen über die Entwicklung oder das Verhalten ihres Kindes zu erhalten. Hat es ausreichend gegessen und getrunken, wie hat sich das Kind verhalten oder gefühlt? Für Eltern ist es nicht einfach, loszulassen und nicht zu wissen, was ihr Kind über lange Strecken des Tages erlebt. Tür- und Angelgespräche, das Kita-Tagebuch oder Fotos vom Kita-Tag schaffen daher eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Regelmäßig verabredete Beratungs- oder Informationsgespräche sind ebenfalls geeignet, um sich über den Entwicklungsstand des Kindes auszutauschen und Verabredungen zu treffen. Offene Elternsprechstunden runden das Angebot ab.

Öffentlichkeitsarbeit

Veröffentlichen Sie Ihr Verpflegungskonzept auf der Internetseite Ihrer Einrichtung. Auch Elternbriefe und Newsletter helfen, den Eltern den Kita-Alltag erlebbar zu machen. Hängen Sie den Speisenplan gut sichtbar aus. Bemühen Sie sich immer um eine gut verständliche Sprache oder übersetzen Sie ggf. das Konzept in die jeweilige Landessprache der Eltern. Hilfreich sind auch Fotowände z. B. mit Abbildungen von wünschenswerten Frühstücks-Brotboxen oder der aktuellen Mittagsmahlzeit („Das gibt´s bei uns heute!“). Kleinere Ausstellungen im Eingangsbereich, z. B. zum Thema Zucker, können ergänzende Bildungsangebote sein. Sammeln Sie hierfür leere (Kinder )Lebensmittelverpackungen und demonstrieren Sie mit Zuckerwürfeln oder flüssigem Speiseöl den Zucker- oder Fettgehalt. 

Elternbeirat

Die Mitbestimmungsrechte der Eltern sind im Kinderbildungsgesetz geregelt. Im Elternbeirat, der von der Elternversammlung gewählt wird, können Eltern über Ziele und Methoden der pädagogischen Arbeit mitdiskutieren und darauf auch Einfluss nehmen. Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Eltern gegenüber dem Träger und der Kita-Leitung. Bei wichtigen Änderungen, z. B. die Mittagsverpflegung betreffend, sollte der Elternbeirat einbezogen werden.

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