Bildungsort Esstisch

Mahlzeiten sind nicht nur Nahrungsaufnahme. Wenn miteinander gegessen wird, passiert noch viel mehr als auf den Tellern zu sehen ist. In der Kita sind Mahlzeiten immer auch Bildungszeit. 

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Kita Ideen-Box Krümel und KlecksiLeckere ausgewogene Mahlzeiten sorgen in der Kita dafür, dass die Kinder satt und mit Nährstoffen versorgt werden. Darüber hinaus sind die Mahlzeiten auch Orte der Gemeinschaft. Bei Tisch können sich alle gut sehen und miteinander in Interaktion treten. Bedürfnisse können geäußert und wahrgenommen, Hilfe kann gegeben und angenommen werden. Gemeinsam zu essen kann sehr verbindend sein und jeder kann von jedem lernen. Den Esstisch als Raum zur Kommunikation zu verstehen und zu leben, stärkt die sozialen und individuellen Kompetenzen der Kinder. 

Alltagssituationen wie gemeinsame Mahlzeiten sind gerade bei Kleinkindern Schlüsselsituationen für ihre Entwicklung 

Bei Tisch lernen die Kinder nicht nur das selbständige Essen. Sie können auf vielfältige Weise in ihrem Bildungsprozess gefördert werden. Mit Spaß und Genuss lernen die Kinder die Lebensmittelvielfalt lernen. Spielerisch kann ihnen vermittelt werden, woraus die Speisen bestehen, wo die Lebensmittel herkommen und wie sie zubereitet werden. Dabei lernen die Kinder auch, wertschätzend mit Lebensmitteln umzugehen. Die gemeinsame Gestaltung von Essenssituationen fördert zudem die Partizipation. Den Tisch zu decken, zu dekorieren und abzuräumen oder die Mitgestaltung von Thementagen können das Selbstbewusstsein stärken und zur Selbständigkeit beitragen. Weiterhin können Kinder durch die Vermittlung von Tischsitten, Regeln bei den Mahlzeiten oder durch das Angebot regionaler und länderspezifischer Kita Ideen-Box Krümel und KlecksiLebensmittel Esskultur und Kulturtechniken erfahren.    

Die gemeinsame Mahlzeit in der Kita ist eine pädagogische Aufgabe. Da insbesondere bei Kleinkindern oftmals ein hoher Betreuungsaufwand erforderlich ist, sollte die gemeinsame Mahlzeit keine Pausenzeit sein. Der Bildungsort Mahlzeit funktioniert insbesondere dann gut, wenn die begleitenden Erwachsenen eine gute Beziehung zum Essen und zum Kind haben. Denn Essen ist von Anfang an auch eine zwischenmenschliche Beziehung. Begleitende Erwachsene sollten deshalb immer wieder in die Reflexion gehen.    

 

 

 

 

 

 

 

 

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