Begeistern Sie für das Thema Ernährung

Stand:

Stecken Sie Eltern mit Ihrer Begeisterung für das Thema Ernährung an. Bieten Sie den Eltern interessante Angebote und hilfreiche Gespräche, um die gesundheitsfördernde Ernährungsweise in den Familien zu fördern. Dazu bieten wir Ihnen nachfolgend einige Anregungen für die Gesprächsführung.

Off

logo begeisternWertschätzung

Begegnen Sie den Eltern immer wertschätzend. Versuchen Sie, sich eine professionelle Meinung von der Erziehungsarbeit der Eltern zu bilden und lassen Sie subjektive Empfindungen möglichst außen vor. Bedenken Sie, dass alle Eltern immer nur das Beste für Ihr Kind wollen und in diesem Sinne handeln. Übertragen auf den Bereich Ernährung bedeutet dies, sich Grundwissen über die Entwicklung des Essverhaltens von Kitakindern und über aktuelle Empfehlungen für die Kinderernährung anzueignen sowie bei Bedarf an Ansprechpartner vermitteln zu können.

Perspektivwechsel

Anregend kann sein, Situationen aus Sicht des Elternteils oder einer Kollegin zu betrachten oder zu reflektieren, wie die Eltern ihr Kind sehen. Das erweitert Ihre eigene Perspektive und macht sie offener für andere Sichtweisen und Einschätzungen. Zudem ist es eine Möglichkeit, Positives und Gelingendes bei den Eltern zu entdecken, auch in herausfordernden Kontakten. Zeigen Sie Interesse für die Sicht der Eltern, indem Sie nach ihrer Wahrnehmung, Meinung und Erfahrungen fragen. So können Sie manche Missverständnisse klären und die Zusammenarbeit fördern.

Beispielfrage zur Reflexion: „Wie könnte die Situation aus Sicht Ihres Kindes/ des Vaters/ der Mutter aussehen?“

Gastgeber/-in sein

Bieten Sie den Eltern und sich einen guten Rahmen für Gespräche, d.h. einen separaten Raum, ein klares Zeitfenster, eine angenehme, störungsfreie Atmosphäre z. B. durch Getränke, Dekoration, frische Luft, genügend Sitzmöglichkeiten und vorbereitetes Material für das Gespräch. Vermeiden Sie durch Absprache mit dem Team störende Telefonate und andere Unterbrechungen. Platzieren Sie ergänzend ein Hinweis-Schild an der Tür „Elterngespräch - bitte nicht stören“.

Positiv starten

Bedanken Sie sich z. B. bei dem Elternteil / den Eltern, dass sie sich für das Gespräch Zeit nehmen oder es angeregt haben. Berichten Sie Positives aus dem Kita-Alltag ihres Kindes, z. B. wie es die Esssituationen meistert, sich in Ernährungsbildungsaktionen einbringt, was es gut kann, wofür es sich interessiert. Das schafft eine angenehme Gesprächsatmosphäre, die Eltern und Sie können sich hoffentlich etwas entspannen und sich mehr auf das Gespräch einlassen, damit ein Dialog auf Augenhöhe mit dem Blick auf das Kind gelingt.

Offene Fragen

Sogenannte W-Fragen sind förderlicher für Gespräche als eine Vielzahl von geschlossenen Fragen, auf die die Eltern nur mit ja oder nein antworten. Offene Fragen regen Eltern mehr an, sich in das Gespräch einzubringen und beispielsweise von ihrem Umgang mit herausfordernden Situationen z. B. beim Essen zu erzählen. Das zeigt Ihr Interesse und verbessert die Chance, ein Gespräch auf Augenhöhe zwischen den Eltern und Ihnen herzustellen.

Beispiele: „Wie sehen Sie das als Eltern?“

  • „Wie ist das bei Ihnen Zuhause?“ 
  • „Was reagieren Sie, wenn Ihr Kind das (nicht) tut?“
  • „Was kann es aus Ihrer Sicht (weniger) gut?“ 
  • „Was macht Ihrem Kind Spaß? “

Reflexion

Reflektieren Sie für sich das Gespräch mit Eltern(teilen). Wenn es möglich ist, sprechen Sie kurz mit einem/-r Kollegen/-in oder Ihrer Kita-Leitung darüber, wie das Gespräch aus Ihrer Sicht verlaufen ist.

Beispiele für Reflexionsfragen:

  • Wie fanden Sie die Gesprächsatmosphäre?
  • Was ist Ihnen gut gelungen?
  • Was könnte Ihnen das nächste Gespräch mit diesen oder anderen Eltern erleichtern, z. B. Unterstützung durch Leitung, Fortbildung, Literatur?