Was betrifft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ausgabe?

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Wie verhält es sich mit Diensten von Schülerinnen oder Schülern in der Mensa?

Schulen bzw. Schulmensen sind gut beraten, in Zeiten der Gefährdung durch Covid-19 auf Mensadienste von Schülerinnen und Schülern zu verzichten. Es gibt eine Praxis, dass zu Diensten eingeteilte Schülerinnen und Schüler an einigen Schulen häufig aus anderen Klassen bzw. Jahrgängen eingesetzt wurden. Darauf sollte verzichtet werden. Es gilt in erster Linie die Durchmischung von Schülergruppen zu verhindern. Das ist der Grund, warum in Schulmensen in erster Linie nur klassen- oder kursweise gegessen werden soll. Nicht gemeint und unproblematisch ist es, wenn zur Unterstützung etwa des Abräumens Schülerinnen und Schüler der jeweils essenden Klasse gebeten werden dabei zu helfen.

Müssen Mitarbeiter bei der Ausgabe der Speisen einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur getragen werden, wenn die Mindest-Abstandsregel von 1,5 Metern zwischen den Mitarbeitern in der Ausgabe nicht eingehalten werden kann. Da die Abstandsregel den besten Schutz bietet, sollten Arbeitswege und Produktionsabläufe noch einmal überprüft werden.

Müssen die Ausgabekräfte Handschuhe bei der Ausgabe der Speisen tragen?

Vorgeschrieben sind Einmalhandschuhe, wenn Sie Verletzungen an den Händen haben. Ansonsten ersetzt das Tragen von Einmalhandschuhen die richtige Händehygiene nicht. Oftmals wiegt das Tragen von Handschuhen den Träger in einer falschen Sicherheit. Daher ist das Arbeiten mit bloßen Händen plus Händehygiene empfehlenswerter. Die Handpflege ist mit geeigneten Handpflegemitteln nach einem Hautschutzplan durchzuführen.

In welchen Situationen müssen Hände gereinigt und desinfiziert?

Vor Arbeitsbeginn, vor dem Zubereiten von Speisen, vor der Essensausgabe sollten die Hände gründlich mit warmen Wasser und Seife gewaschen und anschließend mit Einweghandtüchern abgetrocknet werden. Danach werden die Hände in die trockene Hand mind. 30 sec. desinfiziert. Zusätzlich nach jedem Toilettenbesuch, nach Pausen, nach Husten, Niesen, Nase putzen sowie nach Arbeiten mit mikrobiell belasteten Lebensmitteln wie rohem Geflügel. Zusätzlich werden Hände immer dann gewaschen, getrocknet und desinfiziert, wenn Sie mit Bedarfsgegenständen in Kontakt gekommen sind und danach eine neue Arbeit mit Lebensmitteln verrichten, so z.B. das Öffnen der Fenster zum Stoßlüften, um danach z.B. Salat zu portionieren.

Muss bei der Reinigung des dreckigen Geschirrs etwas Besonderes beachtet werden?

Es ist ausreichend das Geschirr nach dem HACCP-Konzept bei mind. 60 °C zu reinigen. Die fettlöslichen Substanzen der Reinigungsmittel zerstören die Lipidhülle des Virus. Laut BfR ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen am 04.11.2020). In Räumen der Gemeinschaftsverpflegung werden hierfür Industriespülmaschinen eingesetzt, da diese die Temperaturen beim gesamten Spülvorgang erreichen.

Wie wird Wäsche gereinigt (Wischlappen, Geschirrtücher etc.)?

Reinigungstextilien werden getrennt von Straßenkleidung in den betriebseigenen Waschmaschinen gereinigt. Die Textilien sollten mit einem Vollwaschmittel, welches Bleichmittel enthält, bei mind. 60 °C im Vollwaschgang gewaschen werden. Danach wird die Wäsche gut getrocknet. Die fetthaltige Lipidhülle des Virus wird durch die Reinigungsmittel zerstört und so inaktiviert (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen am 04.11.2020). Durch den Trocknungsprozess haben auch andere Keime wenige Chancen sich zu vermehren. Die Reinigungstextilien sollten täglich gewechselt werden.