Was betrifft die Kitakinder sowie Schülerinnen und Schüler?

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Müssen die Schülerinnen und Schüler einen Mund-Nasenschutz beim Betreten der Mensa tragen?

Ein Mund-Nasen-Schutz ist nur notwendig, wenn die Schülerinnen und Schüler möglicherweise in der Warteschlange vor der Mensa stehen und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Was müssen Kitakinder, Schülerinnen und Schüler bei der Handhygiene beachten?

Die allgemeinen Regeln der Handhygiene müssen eingehalten werden. Vor dem Betreten der Mensa / des Speiseraums, nach der Toilettenbenutzung müssen die Hände mind. 30 Sekunden mit Seife gewaschen werden. Wie es richtig geht und wie Sie kleineren Kindern das Händewaschen richtig vormachen, zeigt das Bildungsmaterial der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Da die Seife durch die Tenside die Lipidhülle des Coronavirus zerstört, ist eine Händedesinfektion nicht notwendig.

Selbstbedienung bei Tischgemeinschaften?

In der Kita gilt ab dem 17. August 2020, dass die gewohnten pädagogischen Konzepte wieder durchgeführt werden können. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die sensiblen Bereiche, so z. B. die Mahlzeiten gelegt werden (Quelle: „Empfehlungen für die Kindertagesbetreuung im Regelbetrieb in Zeiten der Pandemie gültig ab 17. August 2020“ des Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW, Abrufdatum: 14.08.2020).

So erscheint es empfehlenswert gemeinschaftlich genutzte Bedarfsgegenstände, wie z.B. Vorlegebesteck, nur personenbezogen zu verwenden. So sollte auch in den Schulen bzw. in den Einrichtungen des offenen Ganztages vorgegangen werden, wenn bei Tischgemeinschaften Schüsseln auf den Tisch gestellt werden. Eine ausgewählte Person, Ausgabekraft oder Erzieherin bzw. Erzieher kann den Kindern, Schülerinnen und Schülern die Speise auf den Teller geben. Obwohl nach Aussagen des BfR bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über gemeinsam genutzte Gegenstände bekannt sind, können Coronaviren grundsätzlich durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Um sich vor Virusübertragungen über kontaminierte Oberflächen zu schützen, ist es wichtig, die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht zu beachten und gemeinsam genutzte Gegenstände zu vermeiden (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Abrufdatum: 14.08.20). (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Abrufdaum: 14.08.20).

Dürfen die Kinder, Schülerinnen und Schüler vom Teller der Anderen probieren?

Das Coronavirus kann durch Schleimhäute übertragen werden. Daher dürfen Kinder, Schülerinnen und Schüler nicht vom Teller, Besteck oder aus Gläsern der Anderen essen oder trinken. (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Abrufdaum: 14.08.20).

Ist eine Selbstbedienung bei Nachspeisen und beim Rohkostteller möglich?

Selbstbedienertheken sind in Zeiten der Coronapandemie nur bedingt zur Verfügung zu stellen. Jeder Gast muss direkt vor der Nutzung der Theke seine Hände desinfizieren, erst dann darf er sich an der Theke bedienen. Dieses Verfahren muss vor jeder Theke neu durchgeführt werden. (Quelle: Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchVO NRW, Abrufdatum: 14.08.2020). Empfehlenswerter ist es, die Speisen direkt personenbezogen an die Kinder / Schülerinnen bzw. Schüler abzugegeben. Der beliebte Rohkostteller, bei dem sich die Kinder selbst bedienen, sollte auch in diesen Zeiten möglichst nur personenbezogen an die Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule abgegeben werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass das geschnittene Obst und Gemüse nicht untereinander getauscht wird. Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen sind seitens des Bundesinstituf für Risikobewertung (BfR) jedoch nicht bekannt. „Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.“ (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Abrufdatum: 14.08.20)

Weitere Informationen zu Selbstbedienertheken in der Schulmensa finden Sie in dem FAQ: "Können Salatbars und Selbstbedienertheken in der Schulmensa verwendet werden?"
 

Dürfen sich die Schülerinnen und Schüler das Besteck selber nehmen?

Das Besteck, genauso wie der Teller, soll direkt durch die Ausgabekraft an die Gäste ausgegeben werden. Es sollte keine Selbstbedienung erfolgen. Das Besteck kann mit einer Serviette umwickelt an die Kinder / Schülerinnen bzw. Schüler abgegeben werden. Oder beim Eindecken des Tisches bei Tischgemeinschaften übernimmt nur eine Person diese Aufgabe, dies kann z.B. die Erzieherin oder Erzieher sein. Die Gäste sollten sich nicht selbst am Besteck bedienen können (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), abgerufen am 18.05.20).

Welche Hygienemaßnahmen sind im Rahmen des EU-Schulprogrammes in Corona-Zeiten zu berücksichtigen?

Wie die Belieferung im Rahmen des EU-Schulprogrammes zum Anfang des Schuljahres 2020/2021 erfolgen kann, ist zwischen der jeweiligen Schule und dem Lieferanten in Abhängigkeit von individuellen Hygienekonzepten und den personellen und räumlichen Möglichkeiten der jeweiligen Schule zu vereinbaren. Dazu kommen ggfs. noch zusätzliche Vorgaben des jeweiligen Gesundheitsamtes.

Ist es in der Schule zurzeit nicht möglich, Obst und Gemüse zu verarbeiten bzw. vor zu portionieren, können alternativ Obst- und gemüsearten genommen werden, die nach dem Waschen ohne weitere Verarbeitungsschritte an die Kinder abgegeben werden können (z.B. kleine Äpfel, Birnen, Bananen, Nektarinen, Pfirsiche, kleine Tomaten, Radieschen, Möhren, Vespergurken). (Quelle: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW: Aktuelle Informationen zu Corona: Stand 27.08.2020, Abrufdatum: 01.09.2020)

Beim Verarbeiten bzw. Vorportionieren von Obst und Gemüse ist zu beachten: Falls Eltern / pädagogische Kräfte / Ausgabekräfte und / oder Kinder Obst und Gemüse verarbeiten bzw. vorportionieren gilt: Eine gute Handhygiene und entsprechende Niesetikette muss beachtet werden. Wichtig ist, dass Eltern / pädagogische Kräfte / Ausgabekräfte das Obst und Gemüse schneiden, personenbezogen portionieren und abgeben. Kinder, die beim Obst / Gemüse schneiden mithelfen, verwenden ein eigenes Messer und essen nur das für sie selbst vorgesehene Obst / Gemüse (Rohkost). Es sollte dabei zu keiner Vermischung kommen. Über die Schleimhäute wird das Virus übertragen und daher ist beim Zubereiten und Essen der Speisen besondere Vorsicht geboten, da die Kinder hier ihre eigenen Schleimhäute berühren können und über eine Schmierinfektion der Übertragungsweg möglich sein kann.

Weitere Tipps zur Umsetzung und Hinweise zur Organisation des Programmteils Schulobst und –gemüse:

Hygieneinformation und Belehrung im Rahmen des EU-Schulprogramm NRW (Abrufdatum: 01.09.2020)

Informationen „Alles rund um das Thema Hygiene“ (Abrufdatum: 01.09.2020)

 

Dürfen Kitakinder, Schülerinnen und Schüler Essen (z. B. Brotbox) von zu Hause mitbringen?

Von den eigenen Brotboxen kann keine Übertragung des Virus ausgehen, da laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Übertagung über Oberflächen kaum denkbar ist, da das Virus eine relativ geringe Stabilität hat und eine Übertragung nur durch eine kurzen Zeitraum denkbar wäre (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Abrufdatum: 14.08.20). Dazu gibt es jedoch bisher keine Erkenntnisse. Die Brotdosen sollten nicht untereinander getauscht werden und die Speisen daraus nur vom Kind, Schülerin oder Schüler selbst gegessen werden.

Dürfen Kinder einen Geburtstagskuchen mit in die Kita bringen?

Eine Übertragung des Coronavirus über Lebensmittel ist derzeit nicht nachgewiesen (Quelle: Bundesamt für Risikobewertung (BfR), Abrufdatum: 01.09.2020). Daher können gut durchgebackene Kuchen abgedeckt von den Kindern oder Eltern mit in die Einrichtung gebracht werden. Die Erzieherinnen / Erzieher nehmen den Kuchen an und geben jedem Kind, nach erfolgter Handhygiene, sein eigenes Stück Kuchen auf den eigenen Teller (also personenbezogen). Ein Vertauschen oder Probieren beim Nachbarn sollte möglichst nicht erfolgen, da das Virus über die Schleimhäute übertragen wird.

Dürfen Kinder beim Kuchen backen oder Obst-/ Gemüseschnippeln in der Kita helfen?

Nach der vom Familienministerium NRW (MKFFI NRW) herausgegebenen Handreichung für Kindertageseinrichtungen (im Regelbetrieb in Zeiten der Corona-Pandemie) können seit dem 17. August 2020 die gewohnten pädagogischen Konzepte wieder umgesetzt werden (Seite 3). Dazu gehört auch, dass Kinder beim Backen und Schnippeln helfen (Quelle: "Empfehlungen für die Kindertagesbetreuung im Regelbetrieb in Zeiten der Pandemie", MKFFI NRW, Abrufdatum: 01.09.2020).

Jedoch sollte auch hier besonderen Wert auf die Hygiene gelegt werden und eine gute Handhygiene sollte voraus gehen und die Niesetikette beachtet werden. Wichtig ist, dass die Kinder beim Obst schneiden ein eigenes Messer verwenden und nur das für sie selbst vorgesehene Obst / Gemüse (Rohkost) schneiden, und auch nur dieses, welches sie selbst geschnitten haben, essen. Es sollte dabei zu keiner Vermischung kommen. Über die Schleimhäute wird das Virus übertragen und daher ist beim Zubereiten und Essen der Speisen besondere Vorsicht geboten, da die Kinder hier ihre eigenen Schleimhäute berühren können und über eine Schmierinfektion der Übertragungsweg möglich sein kann.

Auch beim Kuchen backen können die Kinder helfen. Dabei helfen möglichst nur einzelne Kinder nacheinander mit. Auch dabei ist es wichtig, dass die Kinder das Arbeitsmaterial nicht weitergeben, sondern immer ein unbenutztes Material verwenden. Die vorausgegangene Handhygiene bei Erzieher/in und Kind und Niesetikette ist dabei Voraussetzung. Die Kinder sollten die Utensilien nicht untereinander tauschen, nach der Benutzung die Utensilien wieder spülen und mit Einmalhandtüchern trocknen und nur einzelne Zubereitungsschritte nacheinander durchführen, so dass eine Kontamination über Bedarfsgegenstände nicht möglich sein kann. So lange die Kinder die hygienischen Maßnahmen, wie Handhygiene und Niesetikette beachten, und die o.g. Aspekte beachtet werden, können diese pädagogischen Konzepte wieder durchgeführt werden.

Das gleiche gilt auch für die Benutzung von Gläsern. Hier sind die Schleimhäute direkt betroffen, daher ist einer Verwechselung der Gläser in jedem Fall vorzubeugen. Im Trinkwasser kann keine Übertragung stattfinden, solange die Kinder nur den eigenen Becher benutzen.

Wie kann eine Teilnahme bei einer Lebensmittelunverträglichkeiten wie Allergien am Schulessen ermöglicht werden? Dürfen in diesem Zusammenhang auch mitgebrachte Speisen von zu Hause in der Schulküche erwärmt werden?

Solange noch keine Verpflegung seitens der Schule erfolgt, können Speisen dort erwärmt und an die Schüler gegeben werden. Auch hier gilt es, durch die Unterschrift der Eltern die lebensmittelunternehmerische Verantwortung bei den Eltern zu belassen, die für den hygienischen Zustand der Speisen verantwortlich sind. Sobald der Betrieb der Mensa wieder beginnt, wenn auch nur in kleinen Schritten, sollten mitgebrachte Speisen nicht zum Erwärmen in die Schulküche gegeben werden, da hier der reine und unreine Bereich miteinander vermischt wird. Dadurch kann es zu Kreuzkontaminationen der Speisen kommen. Die Kinder und Schülerinnen bzw. Schüler, die von einer Allergie betroffen sind, sollten in der Zeit, in der der Caterer keine Speisen für Allergiker anbietet, gefüllte Brotdosen mitnehmen und diese nicht mit anderen tauschen.